Kündigung Hamburg

Fachanwälte für Arbeitsrecht in Hamburg

Dauerschuldverhältnisse wie ein Arbeitsverhältnis lassen sich namentlich durch Kündigung, damit durch einseitiges Rechtsgeschäft beenden. Die Parteien können durch ordentliche und außerordentliche Kündigung das Vertragsverhältnis beenden. Sowohl der Arbeitgeber als auch der Arbeitnehmer können das Arbeitsverhältnis kündigen.

Kündigungen stellen in aller Regel den Schwerpunkt im Arbeitsrecht bzw. in arbeitsrechtlichen Verfahren dar. Arbeitnehmer die ein Kündigungsschreiben von Seiten des Arbeitgebers erhalten sind zurecht besorgt, denn wenn das Arbeitsverhältnis endet, bricht auch die finanzielle Absicherung für den Lebensunterhalt weg. Arbeitsrechtliche Kündigungsverfahren können eine relativ verzwickte Angelegenheit sein, weshalb Arbeitnehmern geraten wird, sich schnellstmöglich an einen im Arbeitsrecht erfahrenen Anwalt zu wenden.

Noch besser ist es, eine Kanzlei mit Fachanwälten für Arbeitsrecht aufzusuchen, denn wegen seiner Komplexität und seines Facettenreichtums verlangt das Arbeitsrecht oftmals Detailwissen und Erfahrung. Diese beiden wichtigen Faktoren entscheiden oftmals über den Erfolg eines Arbeitsrecht-Mandats. In der Kanzlei Hecht & Kollegen aus Hamburg steht Ihnen ein eingespieltes Team aus gleich drei Fachanwälten für Arbeitsrecht zur Verfügung - Rechtsanwalt Hecht, Rechtsanwältin Sahling und Rechtsanwalt Wieprecht.


Was müssen Arbeitgeber bzw. Arbeitnehmer bei der Kündigung beachten?

Der Arbeitnehmer muss grundsätzlich, soweit keine anwaltliche Vertretung vorliegt, die Kündigung höchstpersönlich in der Form des § 623 BGB aussprechen. Der Arbeitgeber kann sich, soweit es sich nicht um eine Einzelfirma ohne vertretungsbefugte Mitarbeiter handelt, durch berechtigte Personen vertreten lassen. Rechtsgeschäftlich vertretungsberechtigt sind mitunter:

  • der AG-Vorstand
  • der Geschäftsführer
  • der Prokurist oder ein Handlungsbevollmächtigter
  • ein Personalleiter (Leiter Human Ressources)
  • in Einzelfällen auch Personalsachbearbeiter

Die vorherige Abmahnung - Arbeitsrecht in Hamburg

Im Falle einer sogenannten verhaltensbedingten Kündigung ist praktisch immer die vorherige Aussprache einer Abmahnung nötig. Beide Vertragsparteien (Arbeitnehmer und Arbeitgeber) haben sich über den schriftlichen Arbeitsvertrag zu gegenseiten Leistungen verpflichtet. Kommt eine der Parteien diesen Verpflichtungen nicht oder nur unzureichend nach, kann abgemahnt werden, wobei das meist von Seiten des Arbeitgebers geschieht.

In besonders gravierenden Fällen kann eine Abmahnung auch hinfällig sein und die verhaltensbedingte (oft auch fristlose Kündigung) ist rechtskräftig. Weitere Details zu Abmahnungen können Sie hier oder in etwas allgemeinerer Formulierung in unserem Glossar einsehen. Gerne beraten unsere Rechtsanwälte / Fachanwälte für Arbeitsrecht Sie aber auch in einem Gespräch bzw. Telefonat. Denn insbesondere die Frage der Rechtskräftigkeit eines Abmahnschreibens muss im jeweiligen Einzelfall durch den Anwalt geprüft werden.

Vorsicht: Zurückweisung und Unwirksamkeit

Anwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht aus Hamburg Heiko Hecht empfiehlt grundsätzlich die Beifügung einer Originalvollmacht. Fehlt diese, kann dies den Kündigungsempfänger zur Zurückweisung der Kündigung nach § 174 BGB mit der Folge der Unwirksamkeit der Kündigung berechtigen.


Fristen und der Zugang der Kündigung

Beide Vertragsparteien haben im Regelfall Kündigungsfristen einzuhalten, die von verschiedenen Faktoren abhängen. Sofern arbeits- oder tarifvertraglich keine anderen Konditionen festgehalten sind, greifen die gesetzlichen Bestimmungen nach BGB §622. (Die sogenannten fristlosen Kündigungen - bei denen eine Einhaltung von Fristen also wegfällt - erfordern besondere Umstände und sollen an anderer Stelle erläutert werden).

Ein besonderes Problem im Zusammenhang mit den Fristen ist der Zugang einer Kündigung. Im Falle einer persönlichen Übergabe des Schreibens ist dieser Problemfall hinfällig. Doch was ist, wenn der Kündigungsempfänger gar nicht anwesend – weil z. B. im Urlaub – ist? Was ist mit postalisch zugesandten Schreiben, wenn der Stichtag auf einen Sonn- oder Feiertag fällt und der Empfänger das Schreiben erst am nächsten Arbeitstag entnimmt? Rechtsanwalt / Fachanwalt Heiko Hecht und sein Team beraten Sie gerne.


Anwalt Hamburg - Arbeitsrechtliche Kündigung

Es ist in vielerlei Hinsicht sinnvoll, im Rahmen von Kündigungen einen Anwalt zu kontaktieren. Dabei ist unerheblich, ob es um die Planung weiterer Vorgehensweisen bei Erhalt einer Kündigung geht, oder ob ein Kündigungsschreiben aufgesetzt werden soll. Ist die Kündigung formal in Ordnung? Wurden die Kündigungsfristen eingehalten? Aus welchem Grund wurde gekündigt? Wurde der Betriebsrat angehört? Greift der Sonderkündigungsschutz?

Wie Sie sehen, gibt es viele Feinheiten zu berücksichtigen. Die hier genannten Fragestellungen decken lediglich einen Teil der zu beachtenden Faktoren ab, die mit einer Kündigung einhergehen. Die Hamburger Rechtsanwälte Hecht & Kollegen raten insbesondere auch Arbeitnehmern, sich mit der Kanzlei in Verbindung zu setzen, wenn diese zu kündigen gedenken. Da es um einen vorübergehenden (finanziellen) Einschnitt in den Lebensalltag handelt, will dieser Schritt wohl überlegt und geplant sein.


Aufhebungsvertrag als Alternative

Anstatt das Arbeitgeber bzw. Arbeitnehmer kündigen, können sich beide Vertragsparteien auch auf eine einvernehmliche Beendigung des Arbeitsverhältnis' über einen Aufhebungsvertrag einigen. Das klingt nach einem guten, alternativen Weg? Aufhebungsverträge können durchaus eine sinnvolle Alternative sein, doch gerade Arbeitnehmer sollten hier Vorsicht walten lassen. Je nach Inhalt des Aufhebungsvertrags kann das an sich stressfreiere Beschäftigungsende "teuer erkauft" sein, beispielsweise durch Sperrzeiten bei der Agentur für Arbeit. Solche Verträge sollten Sie in jedem Fall durch einen erfahrenen Rechtsanwalt oder besser Fachanwalt für Arbeitsrecht prüfen lassen.

Die Rechtsanwälte der Kanzlei Hecht & Kollegen aus Hamburg sind allesamt bestens vertraut mit dieser Art Verträgen und kennen deren Tücken. Weitere Informationen zu Aufhebungsverträgen finden Sie hier auf unserer Website.

Kündigungsschutz und Kündigungsschutzklage

Abgesehen von dem besonderen Kündigungsschutz für bestimmte Berufsgruppen, unterliegen Arbeitnehmer dem allgemeinen Kündigungsschutz, sofern sie mindestens sechs Monate ohne Unterbrechung im selben Betrieb tätig sind. Unabhängig von der Frage, ob der Kündigungsschutz greift, hat die Erfahrung gezeigt, dass viele Kündigungen angreifbar sind, da ihnen die juristische Grundlage fehlt oder sie wegen entsprechender Mängel ungültig sind. Schon die Nichtanhörung des Betriebsrats (sofern vorhanden) führt zur Unwirksamkeit. Kündigungsschutzklagen sind daher regelmäßig erfolgreich. Bei weiteren Fragen zum Thema Kündigungsschutzklage können Sie sich jederzeit an unsere Rechtsanwälte / Fachanwälte für Arbeitsrecht wenden.

Kontakt zur Kanzlei in Hamburg

Die Anwaltskanzlei Hecht & Kollegen mit Sitz in Hamburg (und mittlerweile vier Kanzleistandorten) hat sich in besonderem Maße auf das Arbeitsrecht spezialisiert. Alle drei tätigen Anwälte tragen den Titel Fachanwalt für Arbeitsrecht, sodass Sie sich einer juristisch fundierten Beratung sicher sein können. Seit vielen Jahren vertrauen Mandanten - insb. aus Hamburg, aber auch dem näheren Umfeld - auf unsere langjährige Erfahrung und unser gebündeltes Wissen.

Nehmen Sie am besten direkt Kontakt zu uns auf (telefonisch oder per E-Mail), damit wir Ihnen etwaige arbeitsrechtliche Fragen beantworten oder bei konkreten Problemstellungen helfen können. Ob Angestellte, leitende Angestellte, Geschäftsführer oder Betriebsräte.

 
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